Braunsdorf im Zschopautal

... ein Ortsteil der Gemeinde Niederwiesa stellt sich vor 

Maibaumsetzen

Erstmals soll 1935 ein Maibaum in Braunsdorf gesetzt worden sein, Näheres weiß heute keiner mehr

1998 fand dann das „erste“ Braunsdorfer Maibaumsetzen statt, damals gab es sogar ein Fass Freibier. Seit dem ist es zur guten Tradition geworden.

Der 14 Meter lange Maibaum lagert über den Winter in der Scheune von Schirmeisters Anwesen.  Am 1. Mai wird er geweckt. Der „nichtpolitische“ 1.-Mai-Umzug startet dann mit den Braunsdorfer Blasmusikanten an der Spitze gefolgt vom CCB und dem Kindergarten in Richtung Bahnhofsvorplatz. In den ersten Jahren hielt Rainer Walther in gewohnt ironischer Weise seine Ansprache mit kleinen Anspielungen auf all die politischen Ausschweifungen im Land. Mit dem traditionellen Griff in die Jackentasche, dort finden die Maibaumträger jedes Jahr eine kleine Flasche „Braunsdorfer Lebelang“, wird Kraft getankt und der Maibaum schnellt unter rauschendem Beifall in die Senkrechte. 

Weil viel Kraft von Nöten ist,
können wir auf eine Stärkung nicht verzichten.
D’rum fasse jeder in die Tasche
und greife zum Lebenselixier.
Nun leert sie aus, die kleine Flasche
und Ihr habt Kraft fast wie ein Stier.

Im Anschluss zeigen ein jedes Jahr unsere Jüngsten aus dem Braunsdorfer Kindergarten ein kleines musikalisches Programm. Sowohl die Innenräume als auch der Biergarten des Bahnhofsrestaurants sind im Anschluss bis auf den letzten Platz mit Mittagsgästen belegt. Die Braunsdorfer Blasmusikanten spielen dabei bis in den Nachmittag. Bei einem frischen Pils und gepflegten Mittagsmahl klingt die Maifeier am Nachmittag langsam aus. Getreu dem Motto „In Braunsdorf scheint immer die Sonne“ strahlte in den vergangenen 11 Jahren jedes Mal Klärchen mit aller Kraft von einem blauen Himmel. Und auch der Besucherandrang konnte sich bislang sehen lassen, 2005 schätzte man die Anzahl der Gäste auf 400!

Am 1. Mai 2007, dem 10. Braunsdorfer Maibaumsetzen, feierte der neue Mast Premiere. Es musste ein neues Fundament gefertigt werden und der Mast muss ob seines Gewichtes künftig mit einem Wagen gefahren werden. 

Alljährlich am Reformationstag holen die mitwirkenden Vereine während einer vereinsinternen Feier den Maibaum wieder ein.